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It's the customer, stupid!

Immer noch gilt: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Fischer.

Die Macht der Konsumenten ist groß. Mehrmals täglich entscheiden wir, welche Angebote wir annehmen, welche Produkte und Dienstleistungen für uns so viel Wert haben, dass wir bereit sind, dafür zu bezahlen.

"Hallo ich bin Paula; ich gehöre zu deiner Zielgruppe "high-potential", aber du kennst mich (noch) nicht."

Noch nie war es möglich, derart viel Datenmaterial über unser aller Konsumverhalten zu sammeln, auszuwerten und für die Entwicklung von innovativen Angeboten und Geschäftsmodellen zu nutzen. Theoretisch.

In meiner Rolle als kundige Konsumentin frage ich mich manchmal, wie viele Unternehmen das wirklich machen? Ich meine, sich ernsthaft mit den Bedürfnissen ihrer (potenziellen) Kunden beschäftigen? Nämlich mit mehr als Statistiken, die sie aus digitalisierten Geschäftsprozessen, Kundenbindungsprogrammen und Social Media Nutzung generieren?  

Zum Beispiel mit den realen Lebenswelten von (zukünftigen) KundInnen; ihren Erwartungen, Frustpotenzialen und (noch geheimen) Wünschen nach nützlichen Lösungen. Und mit ihrer Bereitschaft, für diese Lösungen zu bezahlen. 

Snowboarden ist ehrlich nicht mein Sport. Ich liebe Langlauf.
Einer bekannten österreichischen Sporthandelskette war das die längste Zeit völlig egal. Sie bombardierten mich regelrecht mit Snowboard Stammkunden-Infos. Dabei hatte eine Freundin von mir beim gemeinsamen Einkauf ihre Snowboard-Ausrüstung auf meine Kundenkarte buchen lassen. Für mein Bedürfnis nach Langlaufequipment hatte der Shop leider kein passendes Angebot. Sie haben es nie erfahren; sind mittlerweile Pleite gegangen. Ja, sicher nicht deswegen. Dennoch: Missinterpretation der Datenflut birgt ein gewisses Risiko!

Mit Kunden-Profiling gewohnte Denkmuster sprengen.
Was könnte ich meinen KundInnen noch verkaufen? Falsche Frage!
Viel bessere Frage: Welche Aufgaben müssen meine Kunden erfüllen bzw. welche Probleme müssen sie bewältigen und wie können wir ihnen dabei helfen?

Darum geht’s nämlich, unter anderem, im Kunden-Profiling! Wir versetzen uns in deren Lebenssituation mit Alltag und Umfeld; mit Ängsten, Bedürfnissen, ihrem sozialem Verhalten und persönlichen Werthaltungen! Dann werden Zielgruppen begreifbarer und mehrdimensionale Profile erkennbar. Das macht es uns leichter, herauszufinden, wie wir mit den verschiedene Segmenten in Kontakt kommen, wie diese angesprochen werden wollen, über welche Medien sie erreichbar sind, welche Angebote sie wertschätzen (würden) und wofür sie schließlich bereit sind/wären zu zahlen.
 
Aber Vorsicht – diese radikale Veränderung Ihrer Perspektive könnte zum Erfolg führen!      



Ihre Inspiration zu Zielgruppen, Innovationen und mehr

Mit der Kundenzentrierten Betrachtung und Gestaltung von Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen können Sie den Grundstein für erfolgreiche Innovationen in ihrem Unternehmen legen. Entwickeln Sie ein tieferes Verständnis für ihre Kunden und entdecken Sie gleichzeitig noch nicht erschlossene Kundenpotenziale. Werfen Sie einen Blick in deren tägliche Routine, ergründen Sie ihr persönliches und privates Umfeld, öffnen Sie sich für ihre Bedenken und Erwartungen. Begeben Sie sich mit mir auf eine kreative Reise über die Grenzen Ihres heutigen Business hinaus. 
Hier beginnt unser Dialog

 

P.S.: Das Beitragsbild stammt aus einem Zeitungsausschnitt - ein Pinnwand-Relikt aus meiner Agenturzeit Mitte der 90er Jahre. Der Urheber ist mir leider nicht bekannt und nicht mehr recherchierbar.